Bund der Steuerzahler Berlin e.V. - Auf Berlin rollt Pensionslawine zu

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29.12.2011

Auf Berlin rollt Pensionslawine zu

Versorgungsverpflichtungen für Beamte übersteigen Landesschulden

Der Vorsitzende des Berliner Steuerzahlerbundes, Alexander Kraus, sieht auf das Land Berlin massiv steigende Versorgungsverpflichtungen für seine Beamten zukommen.

Dies ist das Ergebnis einer vom Bund der Steuerzahler in Auftrag gegebenen Studie, in der die bis zum Jahr 2050 anfallenden Versorgungsausgaben für Ruhegehälter, Beihilfen und Hinterbliebenenversorgung für den Bund und die 16 Bundesländer verglichen werden.

Danach beläuft sich der Barwert aller schwebenden Versorgungsverpflichtungen für das Land Berlin auf 66 Mrd. Euro bzw. 69 Mrd. Euro (ohne bzw. mit Kostendruck bei den Beihilfen) und übersteigt damit sogar die ausgewiesenen Landesschulden.

Mit 73,2 Prozent bzw. 75,6 Prozent (ohne bzw. mit Kostendruck bei den Beihilfen) bezogen auf das Berliner Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Basisjahres 2009 nimmt Berlin damit bei seinen Versorgungsverpflichtungen den Spitzenplatz unter allen Bundesländern ein.

Rechnet man zu diesen impliziten Schulden in Form von Versorgungszusagen an die heute vorhandenen Beamten sowie ihre Angehörigen oder Hinterbliebenen noch die explizite, sichtbare Verschuldung hinzu, weist Berlin mit 138,5 bzw. 141,8 Prozent des 2009er BIP (wiederum ohne bzw. mit Kostendruck bei den Beihilfen) auch die mit Abstand höchste Gesamtverschuldung aller Bundesländer auf.

Links:
Die Studie „Ausgabenprojektionen und Reformszenarien der Beamtenversorgung in Deutschland“ von Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Dr. Christian Hagist und Dipl.-Vw. Tobias Benz des Forschungszentrums Generationenverträge finden Sie hier.

http://www.steuerzahler.de/files/40634/Studie_Beamtenversorgung_BdSt_Deutschland.pdf

Executive Summary der Studie

http://www.steuerzahler.de/files/40637/Executive_Summary_BdSt_Deutschland.pdf

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