Bund der Steuerzahler Berlin e.V. - Steuerzahlergedenktag 2012

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05.07.2011

Steuerzahlergedenktag 2012

Am 8. Juli war der diesjährige Steuerzahlergedenktag. Nach aktuellen Berechnungen des Bundes der Steuerzahler arbeiten die Deutschen exakt seit 5:20 Uhr wieder für das eigene Portemon-naie. Das gesamte Einkommen, das die Steuer- und Beitragszahler vor diesem Datum erwirtschaftet haben, wurde rein rechnerisch an den Staat abgeführt. Damit arbeiten die Steuerzahler in diesem Jahr zwei Tage länger für den Staat als noch im vergangenen Jahr und sieben Tage mehr als 2010.

51,7 Prozent behalten Fiskus und Sozialversicherungen in diesem Jahr vom Einkommen der Steuer-zahler ein. Damit stieg die Einkommensbelastungsquote gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte. „Der Negativ-Trend der wachsenden Belastung der Steuer- und Beitragszahler muss gebro-chen werden. Dafür sind insbesondere nachhaltige Korrekturen am Lohn- und Einkommensteuertarif notwendig, um die Belastungen der Steuerzahler auf ein akzeptables Niveau zu begrenzen“, fordert Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler.

Denn Hauptursache für die Belastungsverschärfung sind vor allem die heimlichen Steuererhöhungen. Allein im Jahr 2012 belaufen sie sich auf rund 8 Mrd. Euro. „Während sich Koalition und Opposition im Vermittlungsausschuss nicht auf einen tragbaren Gesetzentwurf zum Abbau der kalten Progression einigen können, beschert der Status quo dem Staat Mehreinnahmen auf Kosten der Bürger“, bemängelt Holznagel. „Die Politik muss hier zügig handeln und den Abbau der kalten Progression und der heimlichen Steuererhöhungen endlich in Angriff nehmen“, so Holznagel weiter.

„Zudem sollte aufgrund hoher Rücklagen der Beitragssatz der Gesetzlichen Rentenversicherung im kommenden Jahr reduziert werden. Auch in der Gesetzlichen Krankenversicherung sind Beitragssenkungen bzw. Auszahlungen von kassenindividuellen Beitragsprämien möglich, da auch hier die Reserven übermäßig hoch sind“, sagt Holznagel. „Damit die Steuer- und Beitragszahler im kommenden Jahr nicht wieder so lange für ihre Steuern und Abgaben arbeiten müssen, sind diese Maßnahmen von der Bundesregierung zügig umzusetzen“, fordert Holznagel abschließend.

Ermittelt wird der jährliche Steuerzahlergedenktag auf Grundlage der Volkswirtschaftlichen Einkommensbelastungsquote (Summe der Steuern und Zwangsbeiträge zur Sozialversicherung im Verhältnis zum Volkseinkommen). Anhand dieser Quote wird deutlich, wie viel der Staat vom Einkommen seiner Bürger und Unternehmen über Steuern und Sozialabgaben zunächst einbehält.

Wie sich die Einkommensbelastungsquote in den vergangenen Jahren verändert hat und welchen Anteil daran jeweils die Steuer- bzw. Sozialabgabenbelastung hat, entnehmen Sie bitte dem Flyer.

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