Bund der Steuerzahler Berlin e.V. - Steuertipp Januar -Kapitalabfindung aus einem Versorgungswerk


13.01.2014

Steuertipp Januar -Kapitalabfindung aus einem Versorgungswerk

BFH erlaubt ermäßigte Besteuerung

Kapitalzahlungen aus einem berufsständischen Versorgungwerk unterliegen der Einkommensteuer. Dies entschied kürzlich der Bundesfinanzhof (Az.: X R 3/12). Allerdings erlaubten die Richter, dass die einmalige Kapitalzahlung aus dem Versorgungswerk ermäßigt besteuert wird. Damit lässt sich im Einzelfall die Steuerlast drücken, erklärt der Bund der Steuerzahler. Wichtig ist das Urteil vor allem für Freiberufler, die bereits vor dem Jahr 2005 in ein berufsständisches Versorgungswerk eingezahlt haben und beim Eintritt in den Ruhestand eine einmalige Kapitalauszahlung aus dem Versorgungswerk erhalten.

Bis zum Jahr 2004 waren solche Einmalzahlungen steuerfrei. Seit dem Jahr 2005 behandeln die Finanzämter Einmalzahlungen aus einem berufsständischen Versorgungswerk hingegen als steuerpflichtig. Dadurch verbleibt dem Steuerzahler eine erheblich geringere Abfindung, um seinen Ruhestand zu bestreiten. Ob diese Änderung zulässig war, ließ ein Kläger mit Unterstützung des Bundes der Steuerzahler beim Bundesfinanzhof klären. Die BFH-Richter bestätigten zwar die gesetzliche Änderung, gewährten jedoch die Anwendung der sogenannten Fünftelregelung. Damit kann die Kapitalzahlung aus dem Versorgungswerk zumindest ermäßigt besteuert werden. Betroffene Steuerzahler sollten sich auf dieses Urteil beziehen und die ermäßigte Besteuerung der Kapitalauszahlung beantragen, rät der Bund der Steuerzahler. Im Einzelfall lassen sich damit mehrere tausend Euro Steuern sparen.


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